Vuarnoz's Reiseblog Norddeutschland

10Sep/100

10.9.2010 – Elbe

Schiffshebewerk mit beiden Wannen in der oberen Position

Schiffshebewerk, linke Wanne oben, rechte Wanne fast unten

Städtchen an der Elbe

Windmühle 1833

Zahngold aus Lüneburg

Moin

Wetter besser als gestern, also los in Richtung Elbe und Elbetal.

Wir konnten es nicht unterlassen, uns nochmals beim Schiffshebewerk umzusehen. Das ist wirklich ganz einmalig. Da werden doppelte Schubschiffe hinein geschoben, eine Hälfte abgetrennt, der Rest wieder rausgezogen und das Badewannentor geschlossen. Und der Lift fährt schon rauf oder runter, je nachdem. Das ganze Werk wird von einem Mann bedient, das Meiste läuft automatisch ab.

Weiter fuhren wir an die Elbe. Da gibt es ja schöne Dörfchen und auch noch intakte Windmühlen aus dem 19. Jh.

Aber lange hielt es uns nicht am Fluss.

Ursi wollte sich von Lüneburg verabschieden. Also zurück in die Stadt und zu Fuss nochmals alles abklappern. Alle Strassen rauf und runter und dabei die Quergassen nicht vergessen. Und zum Schluss, wie kann es anders sein, nein nicht Rote Rosen, sondern den Abschlussapéro im Mäxx. Das ist so ein In-Lokal wo sich alles trifft. Und wenn du mal „musst“, stehst du vor dem Pissoire und hast einen Fernsehmonitor vor der Nase und kannst dir das aktuelle TV-Programm reinziehen! Bei den Damen ist der TV-Monitor einfach über dem Schminkspiegel, wo sonst!

So, nun heisst es Packen und am Samstagmorgen geht’s nach Hamburg, nicht zu früh. Da werden wir nochmals durch die Stadt ziehen und gegen 18 Uhr auf den Zug verladen. Am Sonntagmorgen sind wir dann um etwa 7 Uhr in Lörrach, wo es noch eine knappe Stunde dauern wird bis die Fahrzeuge entladen sind.

Ja, dies ist somit der letzte Blogeintrag dieser Reise. Wir hoffen ihr hattet etwas Spass daran und vielleicht habt ihr ja auch ein paar neue Sachen erfahren. Über einen Kommentar freuen wir uns immer.

Uns hat es gefallen in Norddeutschland und wir lernten neben einmaligen Landschaften auch ein freundliches Volk und kulinarische Spezialitäten kennen.

Tschüss bis zur nächsten Reise!

René und Ursi

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9Sep/101

9.9.2010 – Regen, Regen, Regen

LüPi - Lünebuger Pilsener (aus Hamburg)

Moin

Heute hat’s nur einmal geregnet. So blieb uns nichts anderes übrig, als in Kirchen, Läden und Beizen rumzuhängen.

Genial war der Besuch eines Gewürzladens, wo du fast alle Gewürze und Gewürzmischungen offen kaufen konntest. Sogar Schweizer-Raclette-Gewürz gab’s hier. Das hat ja gut geduftet in dem Laden.

Nach dem Posten eines neuen T-Shirts, eines Wolfskin Hemds und eines Regenschirms sind wir wieder in unsere Stammbeiz MAXX zum Apéro gegangen.

So, nun sind wir wieder zu Hause und machen uns ans Kochen: „Ghackets und Hörndli“.

Schönen Abend

Tschüss

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8Sep/100

8.9.2010 – Schiffshebewerk Scharnebeck

Schiffshebewerk Scharnebeck

Schiffshebewerk, Schiffs-Einfahrt in der oberen Etage

Schiffshebewerk, 38 m runterfahren im Lift

Schiffshebewerk, Badewanne verlassen

Moin

Wetter kühl, bedeckt, was nun?

Ich habe da etwas entdeckt, gerade ausserhalb von Lüneburg: Das Schiffshebewerk Scharnebeck. Das sind zwei Riesenaufzüge für Schiffe im Elbe-Seiten-Kanal. Da eine Schleuse nicht reichte für die benötigte Höhendifferenz, baute man halt einen Lift für Schiffe. Das sind zwei Badewannen, je 105 m lang, 12 m breit und etwa 3.5 m tief. Jede Badewanne mit Wasser gefüllt hat ein Gewicht von 5‘800 Tonnen, das Gewicht des Schiffs spielt dabei keine Rolle! Um nicht dieses ganze Gewicht zu Heben und zu Senken hat‘s ein paar Gegengewichte, knapp 6‘000 Tonnen. Also ist das Ganze etwa ausgeglichen.

Wie’s funktioniert, ganz einfach. Unten die Badewanne auf der Kanalseite öffnen und Schiff einfahren lassen. Badewanne schliessen und in die obere Etage fahren, die Fahrt für die 38 m Höhe dauert gerade mal 3 Minuten! Oben angekommen die Badewanne auf der Kanalseite (anderes Ende) öffnen und das Schiff raus lassen. Die gesamte Prozedur, Einfahren – Heben – Ausfahren, dauert 15 bis 20 Minuten. Bei einem Betrieb mit zwei Badewannen können so 8 Schiffe pro Stunde die Höhendifferenz überwinden. Imposant!

Nachher wollten wir das Lüne-Kloster besuchen. Dieses ist bekannt für die imposante Kirche. Doch leider war alles gesperrt. Warum? Rote Rosen drehte gerade eine Episode!

Nach etwas Shopping in der Stadt haben wir dann zu Hause unsere Heidschnucke von gestern gebraten. Das Ding war etwa einen halben Meter lang. Kurz angebraten und etwas gewürzt, schmeckte es sensationell, überhaupt keinen Schafgeschmack. Und als Beilage hatten wir junge Heidekartoffeln, die gibt es nur hier. Gescheibelt, gebraten und etwas Bouillon dazu, lecker!

So, tschüss bis Morgen.

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7Sep/100

7.9.2010 – Lüneburger Heide

Heidelandschaft

Heidelandschaft mit Wacholderbäumen

Wacholderbäume auf der Heide

Heidschnucken-Stall

Die grosse Heidschnucke beim SMSeln

Moin

Heute ging’s ein zweites Mal in die Heide. Diesmal jedoch an einen anderen Ort als gestern. Unterwegs treffen wir auf eine Dorfmetzgerei welche Heidschnuckenfleisch verkauft (das von den gehörnten Schafen mit Zahnstocherbeinen). Also nichts wir rein und etwas für das Nachtessen kaufen. Und wir bekommen einen ausgelösten Heidschnuckenrücken. Etwa 15 Euro für 500 Gramm. Später finden wir noch Heidekartoffeln, das alles werden wir morgen wegputzen.

Undeloh hiess der Ort für den Einstieg in die Heide. Hier kamst du dir schon wie in einem Touri-Ort vor. Da gab’s den Markt mit Verkaufsständen von lokalen Produkten und wir haben Heidehonig gekauft. Und an jeder Ecke standen Kutschen für die Fahrt in die Heide bereit, 30 Euro pro Kutsche und Stunde, egal für wie viele Personen, sofern es nicht mehr als sechs sind. Da der Zugangsweg zur Heide nur kurz war, machten wir uns zu Fuss auf den Weg.

Und das Bild war anders als gestern. Weite Ebenen lagen vor uns mit blühendem Heidekraut und dazwischen immer wieder die imposanten Bäume die an italienische Zypressen erinnern. Aber die Bäume entpuppten sich als Wacholderbäume, entsprechen trugen sie auch eine Unmenge an dunkelblauen Beeren.

Interessant ist auch die Beschaffenheit des Bodens. Dieser besteht aus feinstem Sand wie du ihn vom perfekten Strand in der Karibik kennst!

So, das war’s für heute. Mein unfreiwilliger WLAN-Provider funktioniert immer noch, mir ist’s recht so!

Hab ich schon erzählt, dass wir über einer Bäckerei wohnen und so jeden Morgen frische Brötchen auf dem Tisch haben – geil!

Und wenn du in der Beiz ein LüPi bestellst, bekommst du ein Lüneburger Pils!

Tschüss

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6Sep/100

6.9.2010 – Lüneburger Heide

Kutschenfahrt

Lüneburger Heide

Lüneburger Heide

Lüneburger Heide

Heidekraut

Heidschnucke

Totenstatt Oldendorf

Gänse auf der Heide

Moin

Knallblauer Himmel, etwas kühl, aber was willst du mehr. Nach intensivem Literaturstudium zogen wir los in die Lüneburger Heide. Aber wohin nur?

Die Heide besteht aus mehreren einzelnen, nicht zusammenhängenden Naturpärken. Aber eine gute Fee im Touristbüro von Amelinghausen gab uns dem heissen Tipp.

Von Döhle aus nahmen wir uns dann eine Pferdekutsche und liessen uns 1½ Stunden durch die Heide kutschieren. Der Kutscher war stumm oder sprach nur mit den Pferden, also genossen wir die Landschaft, welche an uns vorbeizog. Du bekamst zwar fast eine Hirnerschütterung oder Rückenschaden, so hat es gerüttelt, dementsprechend wurden auch die Fotos, da half kein Bildstabilisator mehr weiter!

Nach einem heissen Kaffee in der Heideschenke bekamen wir noch ein paar Heidschnucken zu Gesicht. Das sind die ganz speziellen Schafe mit den Hörnern, welche hier leben. Coole Dinger, Wollknäuel auf Zahnstochern, so sehen sie aus.

Auf dem Rückweg nach Lüneburg zog es und noch in die Oldendorfer Totenstatt. Das sind steinzeitliche Ruhestätten der besseren Runen. Diese bis zu 80 Meter langen, mit Steinen umgebenen Grabhügel liegen in einer wunderbaren Heidelandschaft.

Noch etwas ganz anderes wollte ich euch schon lange mal erzählen. Müll trennen in Deutschland! Da musst du aber schwer umdenken wenn du aus der Schweiz kommst.

Also, das geht so:

Auf Glas- und Petflaschen sowie Aludosen gibt’s ein Pfand, also gibst du die Dinger an einer Getränkeverkaufsstelle zurück.

Für den Rest gibt es vier Behälter oder Säcke: gelb, grau, braun und grün!

Grün: Ist dasselbe wir bei uns, also kompostierbare Abfälle.

Braun: Da kommt Papier und Pappe rein.

Gelb: Da hinein kommen Metallabfälle, Verbundstoffe (Obstsaftpackungen etc.) und Kunststoffe (auch Styropor).

Grau: Da hinein gehört all das, was nicht in die anderen Sammeltonnen passt.

Verstanden?

So, nun gibt’s ein Gröstel Znacht

Tschüss!

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5Sep/100

5.9.2010 – Auf den Spuren von “Rote Rosen”

Rathaus Lüneburg

Rathausgarten

Apotheke

Salto

Giebelhaus

Wasserturm

Weinkontor

Lüneburg Hafen

Kopfsteinplaster aus dem Mittelalter

Moin

Ja, heute war „Rote Rosen“ angesagt, nämlich die Führung durch die Stadt zu den Aussendrehorten. Ich war zum Glück nicht der einzige der vom Ganzen nichts wusste! Doch der versierte Führer nahm Rücksicht auf uns und erklärte zwischendurch auch etwas über die Geschichte der Hansestadt.

In Lüneburg wurde bis Mitte der 80iger Jahre des letzten Jh. Salz gefördert durch Ausschwemmen. Als Folge davon hat sich ein Teil der Stadt seit dem Mittelalter um etwa vier Meter gesenkt, was an den Häusern auch sehr gut sichtbar ist. Die stehen schief, haben  Risse und Tore lassen sich nicht mehr schliessen.

Die „Rote Rosen“ Fans waren aber immer wieder gefordert; war hat jetzt mit wem was erlebt oder was war hier passiert. Ja, das war manchmal schon ein gegenseitiges Rätseln bis sich alle einig waren. Auch der Führer hatte die letzten 400 Sendungen nicht alle intus! Und der Personenverschleiss der Telenovela war auch beachtlich, wer ist wann gestorben und war kam wann neu dazu…

Nach zwei Stunden Fussmarsch durch die Stadt waren alle so ziemlich geschafft, aber happy, dass sie dies alles sehen durften – „Rote Rosen“ Fans!

Tschüss, wir sind todmüde…

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4Sep/100

4.9.2010 – Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Lüneburg

Moin

Wir sind da, in der „Rote Rosen“ Stadt Lüneburg. Ursi’s lang ersehntem Wunsch…

Um 15 Uhr haben wir eine coole 70m2 grosse, neu renovierte Ferienwohnung bezogen. Details findet ihr unter www.lueneburger-ferienwohnung.de.

Und weil das Wetter so gut war ging’s erstmals in die Stadt. Und was für eine Stadt das ist! Das ist eine ganz einmalige Kulisse mit den alten, teilweise auch schiefen Häusern mit den grossen Giebeln, die meist grösser sind als das dahinterliegende Haus. Sehr eindrücklich.

Der abendliche Lichteinfall war sensationell und es gab da innerhalb kürzester Zeit ein paar gute Aufnahmen.

Und was macht man in einer so alten Stadt wenn man etwas essen will? Man geht in den Rathauskeller. Ursi hatte, wie kann es anders sein, eine Heidschnucken-Haxe. Und ich kämpfte mich durch einen Ratsherrentopf. Beides war überzeugend.

Nun sind wir zurück in der Wohnung und ich habe einen offenen WLAN-Zugang gefunden. Mal sehen wie lange ich den nutzen kann.

Tschüss

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3Sep/100

3.9.2010 – Jagdschloss Granitz und Königsstuhl

Jagdschloss Granitz

Gusseisentreppe in den Turm im Jagdschloss Granitz

Binz im Vordergrund und hinten, im Wald eingebettet, der NS-Ferienkomplex

Königsstuhl an der Kreideküste

Moin

Letzter Tag auf Rügen. Uns fehlten noch zwei Höhepunkte.

Das Jagdschloss Granitz wurde um 1840 auf dem höchsten Berg auf Rügen erbaut und diente einerseits der Jagd und andererseits war es ein beliebtes Reiseziel europäischer Adliger und Prominenter. Ganz besonders sehenswert ist die gusseiserne Treppe in den 38 Meter hohen Aussichtsturm. 160 Stufen führen da hinauf, im Einbahnverkehr, eine Gruppe rauf, eine Gruppe runter. Die Treppenstufen sind in die Wand eingelassen, doch diese bröckelt ab - ab und zu! Doch oben hast du einen sensationellen Blick über Rügen, vor allem bei dem Wetter wie wir es heute hatten. Das Schloss ist sehr gut erhalten und wird heute noch für gepflegte Konzerte verwendet.

Der zweite Höhepunkt war natürlich der Königsstuhl, der 118 Meter hohe Kreidefelsen an der Küste. Am Dienstag hatten wir die Kreideküste ja vom Schiff aus erlebt, heute sahen wir uns diesen Teil noch von oben an. Die beste Aussicht auf den Königsstuhl bietet sich von der Victoria-Sicht einem benachbarten Kreidefelsen. Imposant und 100 Meter unter dir kannst du die steinsuchenden Touris an der Küste beobachten

Ja, das war‘s dann wohl auf Rügen. Zum Abschluss gab’s noch ein Bismarckheringbrötchen und später den obligaten Apéro auf der Hotelterrasse am Meer – im Daunengilet natürlich! Aber die Einheimischen badeten in der See, Wasser 17°C, Luft 16°C, leichte Brise – alles klar.

Ab morgen sind wir in Lüneburg und unsere Wohnung wird über kein WLAN verfügen. Somit werden unsere Tagesberichte eher unregelmässig erscheinen. Tschuldigung ihr Süchtigen ;-)

Tschüss

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2Sep/100

2.9.2010 – Stralsund

Brücke über den Stralsund

Stralsund, Marienkirche

Stralsund, Rathaus

Stralsund, Giebelhäuser

Stralsund, Kanzel in der Nikolaikirche

Stralsund, Getreidespeicherhäuser

Ozeaneum, Aquarium und Meeresmuseum

Räucherfisch

Stralsund, in die Jahre gekommenes Giebelhaus

Moin

Stralsund war unser heutiges Reiseziel. Die Stadt liegt am Festland und von da aus führt die neue, 2.5 km lange Brücke auf die Insel Rügen.

Leider landeten wir in einem 15 km langen Stau vor der Brücke weil die Fahrspur ans Festland wegen eines Unfalls für 1.5 Std. gesperrt war. Aber wir hatten ja Zeit.

Stralsund ist eine alte Hansestadt. Alle älteren Häuser sind aus den hier typischen roten Backsteinen gebaut.

Nach einer knapp einstündigen Rundfahrt in einem Tourizüglein bekamen wir einen ersten Überblick über die Altstadt mit ihren 60 Tausend Einwohnern.

Das Highlight von Stralsund sind eindeutig das Rathaus und die Nikolaikirche. Beide Gebäude haben ihren Ursprung in der Zeit zwischen 1250 und 1400.

Die Nikolaikirche überrascht mit dem farbigen Innenleben und ihrer Orgel mit 3‘873 Orgelpfeifen, währendem das Rathaus vor allem durch seine kulissenartige Fassade auffällt.

Das Erscheinungsbild von Stralsund ist eindeutig geprägt von den typischen Giebelhäusern. Und was weiterhin auffällt sind die Strassen im Städtchen, denn alle bestehen aus altem Kopfsteinpflaster. Das schüttelt dich denn schon mal kräftig durch!

In Stralsund wird die Zugehörigkeit zur Ex-DDR noch klar ersichtlich. Viel wurde in den letzten Jahren renoviert und neu gebaut, aber es gibt noch sehr viel zu tun, d.h. man trifft überall auf zerfallende Gebäude.

Ja, das war so unser Tag.

Was wir zum Nachtessen hatten? Schweizer Röstidreiecke (TK), Rumpsteak und einen gemischten Salat aus eigener Küche! Und zum Dessert gab es eine Ostseewelle! Mit Aquavit für mich und einem Küstennebel für Ursi!

Tschüss bis Morgen

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1Sep/103

1.9.2010 – Inselrundfahrt

Allee

Putbus Marktplatz

Obelisk im Circus Putbus

Hotel Moritzdorf

Seebrücke Sellin

Strandkörbe

Sellin, Strandkörbe bei der Seebrücke

Moin

Inselrundfahrt war heute das Thema. Rügen besteht ja nicht nur aus der Ostküste mit den Seebädern, es gibt doch auch noch eine Nord-, West- und Südküste!

Aber schon der Reiseführer lässt erahnen, dass da nicht sehr viel los ist. Es ist da auch topfeben und Landwirtschaft ist angesagt, vor allem Getreideanbau.

Aber es hat auch hier einige ganz spezielle Sachen. Zwar nicht nur hier, aber dafür etwas ausgeprägter sind die Alleen. Da kannst du eine Strasse langfahren, mehrere Kilometer, und alle 10 Meter steht ein alter Baum, links und rechts wohlgemerkt, mit wuchtiger Krone und überdeckt die Fahrbahn. Du fährst also wie in einem Tunnel. Entsprechend ist es auch dunkel! Die Bäume stehen zeitweise sehr nahe an der Strasse, da musst du schon mal aufpassen beim Kreuzen, das kann eng werden.

Im Süden sind wir dann auf Putbus gestossen, einem alten Badeort, welches zwar nicht am Meer liegt und dementsprechend auch verblasst ist, aber krampfhaft versucht mit den anderen Seebädern mitzuhalten.

Weiter zogen wir nach Moritzdorf, Rolf hat uns dorthin geschickt weil er mal da im Hotel war. Das Dörfchen und das Hotel liegen ja wirklich am Ende der Welt! Rolf: Wie bist du nur dahin gekommen?

Aber wir fanden wieder zur Küste zurück und nahmen uns nochmals Sellin und Binz zur Brust, welche wir ja anfangs Woche nur bei schlechtem Wetter gesehen hatten. Diesmal war es perfekt, das Licht kam aus der richtigen Richtung, die Strände waren bevölkert und teilweise hatte es auch badende Gäste. Die Temperaturen waren etwa wie folgt: Wasser 17°C, Luft 18°C. Aber in den windgeschützten Strandkörben herrschte wohl ein anderes Klima…

In Glowe angekommen hiess es: Same procedure as yesterday. Dies bedeutet: ab ins Restaurant am Strand mit Blick über das Meer zum Apéro: Ein Bier und ein Glas Rosewein!

Der Rest ist dann kurz erzählt, es gab modifizierte TK-Pizza von Dr. Oetker und einen Riesentopf Tee mit einheimischem Gebäck aus der Konditorei ;-)

Schlaft gut!

Tschüss

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